RASSEBESCHREIBUNG

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HERKUNFT UND GESCHICHTE:
Der Kontinentale Zwergspaniel Papillon und Phalene ist keine Schöpfung aus neuerer Zeit. Bereits im 12. Jahrhundert war der hängeohrige Vertreter (Phalene) auf spanischen Adelshöfen verbreitet und im 14. und 15. Jahrhundert fehlte er an fast keinem europäischen Adelshof.

Die Phalene begegnen uns auf unzähligen Gemälden damaliger Zeit. Kaiserin Maria Theresia (ihr ausgestopftes Hündchen befindet sich im Naturhistorischen Museum in Wien), ihre Tochter Marie Antoinette und König Henri III. waren ihre berühmtesten Verehrer. Erst ab etwa 1750 sind auf Gemälden die stehohrigen Papillons zu finden. Wie die Stehohren in die Rasse kam, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird, daß die kontinentalen Zwergspaniels mit dem Chihuahua und vielleicht mit dem Zwergspitz verkreuzt worden sind.
Durch die französische Revolution war die Rasse fast ausgestorben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahmen sich engagierte französische und belgische Züchter der Rasse wieder an. Deshalb gelten heute diese Länder als Herkunftsland des kontinentalen Zwergspaniels.

WESEN:
Der Papillon/Phalene ist ausgesprochen intelligent, selbstbewußt, fröhlich und stets zum Spielen aufgelegt, ohne jegliche Agressionen. Er hat ein großes Einfühlungsvermögen, ist sehr anpassungsfähig, aber auch eigenwillig und temperamentvoll. Er sucht die Nähe seiner Menschen, beobachtet sie und hält immer Blickkontakt zu ihnen.


HALTUNG:
Ein Papillon/Phalene paßt sich vorzüglich an. Er eignet sich für einen Einpersonenhaushalt wie auch für eine Familie, es muß nur genügend Zeit für ihn da sein. Liebt Kinder, die nicht zu grob sind. Für laute, hektische oder inaktive Menschen ist er nicht geeignet. Er verträgt sich mit kleinen und großen Hunden und mit anderen Haustieren und ist auch gut zu mehreren zu halten.

Aufgrund seiner geringen Größe (22-28cm) ist er auch für eine Stadtwohnung sehr gut geeignet. Regelmäßiger, ausreichender Auslauf sollte jedoch möglich sein. Da sie sehr bewegungsfreudig sind, macht ihn das zu einem ausdauernden Wandergefährten.

Die kleinen Zwerge werden 12 bis 14 Jahre alt.

PFLEGE:
Die Pflege des seidigen, nie nach Hund riechenden Haares ohne Unterwolle, ist relativ einfach. Zweimal die Woche gründlich bürsten genügt. Die feine Ohrbefransung erfordert tägliches Kämmen, damit sich keine Verfilzung bildet. Die Augen sind täglich zu reinigen. Die Zähne müssen regelmäßig auf Zahnstein kontrolliert werden.

WISSENSWERTES:
Papillon/Phalene sind sehr anhänglich, liebebedürftig und verspielt. Man sollte ihn sich nur dann anschaffen, wenn man ausreichend Zeit für ihn hat. Sollte er öfters alleine bleiben müssen, dann wäre es ratsam, zwei dieser Tierchen zu halten.
Er eignet sich sehr gut für sportliche Betätigungen, wie z.B. Agility.

Da der Papillon und vor allem der Phalene noch zu den seltenen Rassen gehören und sie immer nur kleine Würfe, im Durchschnitt sind es zwei bis drei Welpen, haben, kann es durchaus vorkommen, daß man auf einen Welpen etwas warten muß. Besonders, wer einen der noch selteneren Phalene erwerben möchte, muß sich bei den wenigen Phalene Züchtern auf eine längere Wartezeit einstellen. Dann aber besitzt man eine wunderschöne Rarität.


Welpen sollten Sie nur bei einem seriösen Züchter kaufen, der seine Hunde im Haus hält. Dort werden die Welpen bestmöglichst geprägt. Lassen Sie sich immer die Mutterhündin und, wenn vorhanden, auch den Vater zeigen. Machen Sie sich ein Bild von dem Umfeld, in dem die Hunde gehalten werden und wie die Welpen aufwachsen. 



PAPILLON - PHAL´┐ŻNE - F.C.I. STANDARD (Auszug):

F.C.I. Standard Nr. 077 b

URSPRUNG:
Frankreich / Belgien

VERWENDUNG:
Gesellschafts- und Begleithund

VARIANTEN:
Den Kontinentalen Zwergspaniel gibt es in zwei Varianten:

1.Phalene - hängeohrig,
Phalene bedeutet französisch "Nachtfalter" und wird "Falän" ausgesprochen.

2.Papillon - stehohrig,
Papillon bedeutet französisch "Schmetterling".

KÖRPERBAU:
Normaler, harmonischer Körperbau, etwas länger als hoch, langhaarig. Die mäßig lange Schnauze sollte kürzer als der Schädel sein. Er ist lebhaft und graziös, sein Gangwerk ungezwungen, ausgreifend und elegant. Im Verhältnis zum Körper ist der Kopf normal proportioniert mit, bei beiden Variationen, reich befransten Ohren. Der Rumpf ist kräftig mit geradem Rücken. Die Rute ist hoch angesetzt mit üppigen Fransen und wird in einem Bogen über den Rücken getragen. Er hat ziemlich lange, sogenannte Hasenpfoten.

FARBEN:
Auf weißem Grund sind alle Farben zugelassen. Eine Blesse wird gerne gesehen.

weiß-schwarz

weiß-braun:
alle Braunschattierungen von beige über goldrot bis mahagonifarben können vorkommen

tricolor:
weiß-schwarz mit mehr oder weniger ausgeprägten Abzeichen am Kopf.


GRÖSSE:
Die Schulterhöhe liegt um die 28cm

GEWICHT:
Rüden: 2 - 4,5kg
Hündinnen: 2 - 5kg 


 
 





 

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